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Das Digitale, die Kunst und das Spielen mit Zusammenhängen. Auch das ist „Digital by Nature“ in der Hypokunsthalle München. Wie bildet Digitales das Leben ab. Und was kann man dabei sehen lernen? Die Ausstellung lebt zum großen Teil durch die Interaktion zwischen Digitaler Projektion und Mensch. Auf riesigen Wänden projeziert der Künstler Miguel Chevalier digitale Strukturen. Amorphe Entwicklung von „Leben“ (Genesis) im ersten Raum. Später zeigt sich die spinnwebenartige Verbindung von Punkten zu Kristallgittern oder textilen Strukturen. Eines haben alle gemeinsam: Sie werden durch die Bewegung des Publikums beeinflusst.

Menschen scheinen eine ungeheure Lust daran zu haben, wundervolle Stexturen und Strukturen zu stören und zu zerstören. Wer sich auffällig bewegt, zerstört das kunstvolle Gebilde, das sich an den Wänden zeigt. So hüpfen und rennen die Besucher hin und her, um etwas zu bewirken. Sie bewirken Zerstörung. Kaum sind sie weg, versucht das System wieder in den Ursprung zurückzukehren, aber da kommt schon der nächste Besucher, wild fuchtelnd und hüpfend. So ergibt sich ein Gesamtkunstwerk der Zerstörung, durch das, was da digital erzeugt wird und die Besucher. Und irgendwie kommt einem der Monolog des Mephisto in den Sinn: „… denn alles, was entsteht / ist wert, dass es zugrunde geht / drum besser wär´s dass nichts entstünde / so ist denn alles, was ihr Sünde/ Verderben – kurz „das Böse“ nennt / mein eigentliches Element“.

Wer sich selbst in seiner digitalen Struktur sehen will, hat auch dazu Gelegenheit. Hier zwei Selbstportraits von Gisela und Ayke. Reduziert auf das Wesentliche:

Dank an Ayke Mauve für diese Fotos

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