Agentur

Training

Leichte Sprache – Zumutung oder Achtsamkeit?

Die Idee stammt von Verbänden, die sich für Menschen mit Behinderungen einsetzen. Wer nicht so gut deutsch spricht, wer Verständnisschwierigkeiten hat, wer die Farbigkeit der Sprache eher als Schranke wahrnimmt und sich an der Vielgestalt nicht erfreuen kann, der braucht das, was als „leichte Sprache“ bezeichnet wird.

Leichte Sprache nimmt einfache Worte und kurze Sätze. Leichte Sprache macht Aussagen einfach. So kann man den Satz gut verstehen. Schwierige Sachen werden leicht. Jeder kann es lesen und weitererzählen. Jeder kann sich eine Meinung machen. Jeder kann über das sprechen , was er verstanden hat.

Das war ein Absatz in leichter Sprache. Zugegeben, besonderen Spaß macht diese Form des Ausdrucks nicht. Dennoch ist es wichtig, sich klar darüber zu werden, wie viele Menschen in Deutschland auf leichte Sprache angewiesen sind. Die Regierung hat bereits reagiert und gibt Informationen in leichter Sprache heraus.

Doch es bleibt die Frage: was geschieht mit den Feinheiten komplexer Aussagen. Es besteht die Gefahr, dass einfache Sprache Aussagen verfälscht. Denn das exakt treffende Wort ist oft schon zu komplex für den einfachen Leser. Oder doch nicht? Einen Text in leichte Sprache zu übersetzen, ohne dass Feinheiten und Details verloren gehen, ist sicherlich möglich – nur es bedeutet viel Arbeit für den der schreibt.

Andererseits gilt noch heute unverändert der Ausspruch „Einer muss sich plagen – der Leser oder der Autor!“ In diesem Sinne…. Machen wir es unseren Lesern leicht!

Diese Website wird über das CMS WordPress gepflegt.