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Frau. Macht. Medien.

In Köln trafen sich im März Delegierte aus 16 Bundesländern, um die Rolle der Journalistinnen im täglichen Journalismus zu überprüfen. Wo stehen die Frauen im Journalismus? Ist Journalismus weiblich? Wo bleiben die Frauen in den Entscheiderpositionen der Verlage und Redaktionen? Und kann frau mit Journalismus alleine wirklich Geld verdienen?

Dabei geht es nicht nur um die Frage der Quote, die schon 2012 in Köln deutlich diskutiert wurde. Es geht vor allem um die Frage nach der Vereinbarkeit von Arbeiten im Journalismus und Kindererziehung. Keine Frage: Solange die Journalistin ihrem Job mit der gleichen Begeisterung und Hingabe dient, wie die männlichen Kollegen, ist von zweierlei Maß nur selten etwas zu spüren. Wehe aber, die Journalistin wird Mutter. Da sieht die Welt deutlich anders aus. Kinder und Journalismus sind extrem schwierig zu vereinbaren, denn Spontanität, Flexibilität und psychische Belastung im Job mit Kindererziehung zu verbinden, stellt große Probleme dar.

Abseits der Fragen nach den Karrieremöglichkeiten und dem daraus sich ergebenden fachlichen Einfluss, eröffnete der Kongress die Welt des „Zuverdienstes“. Wie können beispielsweise Journalistinnen Blogs nutzen, wie kommen sie als Autorinnen an eigene Publikationen (Bücher) und wieso sind eigene Websites Gold wert?

Die Diskussion zeigt, dass der Journalismus erfinderisch werden muss. Geldverdienen mit reiner Berichterstattung ist kaum mehr möglich. Spezialisierungen (beispielsweise auf Recherche) und größtmögliches Netzwerken könnten Wege zum Überleben im Journalismus darstellen. Auch die Grenzen zwischen dem Selbstverständnis der Journalistin und dem Selbstverständnis als PRlerin werden immer durchlässiger. Doch damit ändert sich das Bild der/des „typischen“ Journalistin/Journalisten. Die Veränderungen bei den Journalistinnen und Journalisten werden deutliche Veränderungen in der PR nach sich ziehen (müssen).

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